#Ge·no·zid·blogger e.V.
25 Okt 2017

Text: Corinna

#Wer sind die Rohingya?

Die Rohingya sind eine muslimische Minderheit in Myanmar, die hauptsächlich im nördlichen Rakhine-Staat, an der Grenze zu Bangladesch, lebt. Die Rohingya werden schon seit Jahrzehnten systematisch per Gesetz diskriminiert und von der buddhistischen Bevölkerung des Landes gehasst. Das 1982 eingeführte Staatsangehörigkeitsgesetz erkennt die Rohingya nicht als Staatsbürger an, obwohl sie schon seit Generationen in Myanmar leben. Sie gelten somit als staatenlos und werden infolgedessen immer wieder in ihren grundlegendsten Menschenrechten beschnitten. Ihnen werden ihre Identität und eine Heimat verwehrt, sie haben kein Recht zu studieren, zu arbeiten, zu reisen, zu heiraten oder ihre Religion auszuüben. Sie erhalten keine Ausweisdokumente und können daher nirgendwo eine Staatsbürgerschaft oder den Flüchtlingsstatus beantragen. Aufgrund ihrer Situation werden sie häufig ausgenutzt und misshandelt.

Foto: Jordi Bernabeu Farrús/www.flickr.com/Creative Commons

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11 Okt 2017

Text: Pia

#Critical Whiteness und das Ende des Rassismus?

Critical Whiteness – zu deutsch „kritische Weißseinsforschung“ – ist in Deutschland (im Gegensatz zu den USA und Großbritannien) ein relativ junger akademischer Forschungszweig. Er betrachtet Rassismus aus der historischen und derzeitigen Perspektive der Weißen und nimmt sie in die Verantwortung.

Anmerkung: Ich benutze die Begriffe „Weiß“ oder „Schwarz“ nicht in Bezug auf Hautfarben als tatsächliche Farbadjektive (denn objektiv sind Weiße genauso wenig weiß wie Schwarze schwarz sind), sondern als Bezeichnung eines Konstrukts von Identität, zugeschriebener Zugehörigkeit und Selbstbezeichnung. Um dies deutlich zu machen, schreibe ich die Begriffe groß und kursiv.

Foto: Luigi Morante/www.flickr.com/Creative Commons

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25 Jun 2017

Text: Corinna

#Ethnische Säuberung – ein menschenverachtender Euphemismus

Das Wort Völkermord oder „Genozid“ ist ein höchst umstrittenes Wort. Warum? Es ist mehr als nur ein Begriff oder ein Werkzeug für historische, politische oder moralische Analysen. Vielmehr birgt es legale Konsequenzen und wird daher wie die Büchse der Pandora behandelt. Um sich dieser legalen Konsequenzen zu entledigen, wird nicht selten der Begriff Ethnische Säuberung genutzt, was wiederum ein menschenverachtender Euphemismus ist. Man nutzt ihn, um von systematischem Massenmord zu sprechen, ohne das Wort „Völkermord“ benutzen zu müssen. „Ethnische Säuberung“ kommt zwar in einigen UN-Dokumenten und in der Wissenschaft vor, hat aber weder eine klare und formale Definition noch einen legalen Status.

KZ Sachsenhausen

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29 Mai 2017

Text: Corinna

#Nigeria

Nigeria, ein Bundesstaat in Westafrika, ist mit über 180 Millionen Einwohnern ein Land voller kultureller und religiöser Vielfalt: es werden 514 verschiedene Sprachen und Dialekte gesprochen, neben dem Islam und dem Christentum finden sich hier zahlreiche westafrikanische Religionen, zudem treffen hunderte verschiedene Ethnien in Nigeria aufeinander, was nicht selten zu Konflikten führt. Die größten und politisch einflussreichsten Völker sind die im Norden lebenden Hausa und Fulbe (beide muslimisch), zusammen machen sie 29% der Bevölkerung aus. Mit 21% folgen die Yoruba im Südwesten und die Igbo mit 18% im Süden (beide christlich). Dazu gesellen sich bis zu 400 kleinere ethnische Minderheiten, unter anderem die Ijaw, Kanuri, Ibibio, Tiv und Umon.

Foto: Andrew Moore/www.flickr.com/Creative Commons

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31 Mrz 2017

Text: Corinna

April ist der Genocide Awareness and Prevention Month – in diesem Monat soll die Aufmerksamkeit für das Thema Völkermord und dessen Prävention gesteigert werden.

Aber warum ausgerechnet der April? Traurigerweise häufen sich die Jahrestage für viele Genozide genau in diesem Monat: Ruanda (06/04/1994), Armenien (24/04/1915), Kambodscha (17/04/1975), Bosnien (04/1992), Darfur (04/2003) sowie die Judendiskriminierung (04/1933), welche im Holocaust mündete.

Armenian Genocide MemorialFoto: z@doune/www.flickr.com/Creative Commons

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21 Mrz 2017

Text: Pia

#Basis für Massengewalt

Einem Völkermord, als perversen Höhepunkt eines teilweise langen gesellschaftlichen und politischen Prozesses, geht immer die Entmenschlichung und Herabwürdigung einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe voraus. Nicht nur in Zeiten des Kolonialismus, auch in den darauffolgenden Jahrzehnten bis hin zur Moderne bildet Rassismus die Basis für Massengewalt und (kulturellen) Völkermord.

Foto: creative commons

Den Begriff Rassismus hat sicherlich jede*r schon einmal gehört, vielleicht wurde dem einen oder der anderen schon mal rassistisches Verhalten vorgeworfen, vielleicht wurden einige von Euch auch schon Opfer rassistischer Gewalt. Doch was genau ist Rassismus eigentlich? Wie kann man ihn erkennen?

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13 Mrz 2017

Text: Corinna

#Die Kolonialisierung Kanadas

Die indigenen Völker Kanadas (First Nations, Inuït und Métis) wurden zu Zeiten des europäischen Kolonialismus‘ Opfer eines kulturellen Völkermords.

Foto: Alex Indigo/www.flickr.com/Creative Commons

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27 Feb 2017

Text: Corinna

#Europäische Kolonialisierung

1492 entdeckte Christoph Kolumbus Amerika – oder besser gesagt die Karibik, das amerikanische Festland wurde wenig später „entdeckt“. Jedoch war der nordamerikanische Kontinent keineswegs unbewohnt. Die amerikanischen Ureinwohner, umgangssprachlich auch als Indianer bezeichnet, besiedelten vor mehr als 12.000 Jahren den Kontinent, als die Bewohner Nordostasiens die Beringstraße überquerten.

Foto: Boston Public Library/www.flickr.com/Creative Commons

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12 Feb 2017

Text: Corinna

#Kongo – die Privatkolonie von König Leopold II.

Von 1885 bis 1909 regierte der belgische König Leopold II. den Kongo-Freistaat als Privatkolonie. Er regierte die Kolonie durch extreme Gewalt und Terrorherrschaft, der Schätzungen zufolge zirka 10 Millionen Kongolesen zum Opfer gefallen sind. Diese Taten sind gemeinhin auch unter „Kongogräuel“ bekannt und Leopolds‘ Herrschaft ein Synonym für Ausbeutung und Massenmord.

Foto: Alice Harris [Public domain], via Wikimedia Commons

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30 Jan 2017

Text: Corinna

#Kolonialmacht trifft auf Ureinwohner

Die erste Flotte britischer Strafgefangener erreichte im Januar 1788 unter König Georg III. den australischen Kontinent. Die Briten bezeichneten Australien als „Terra Nullius“ (Niemandsland) und erhoben Anspruch darauf. Jedoch stellte sich schon bald heraus, dass der Kontinent gar nicht unbewohnt war – vor über 60.000 Jahren besiedelten die ersten Menschen den Norden Australiens. Bis zur britischen Invasion im 18. Jh. hatten sich bis zu 500 Aborigines-Stämme mit insgesamt bis zu 750.000 Mitgliedern gebildet. Jeder dieser Stämme hatte seine eigene Sprache und Traditionen.[1]

Foto: CC-Lizenz Wikimedia

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