#Ge·no·zid·blogger e.V.
29 Mai 2017

Text: Corinna

#Nigeria

Nigeria, ein Bundesstaat in Westafrika, ist mit über 180 Millionen Einwohnern ein Land voller kultureller und religiöser Vielfalt: es werden 514 verschiedene Sprachen und Dialekte gesprochen, neben dem Islam und dem Christentum finden sich hier zahlreiche westafrikanische Religionen, zudem treffen hunderte verschiedene Ethnien in Nigeria aufeinander, was nicht selten zu Konflikten führt. Die größten und politisch einflussreichsten Völker sind die im Norden lebenden Hausa und Fulbe (beide muslimisch), zusammen machen sie 29% der Bevölkerung aus. Mit 21% folgen die Yoruba im Südwesten und die Igbo mit 18% im Süden (beide christlich). Dazu gesellen sich bis zu 400 kleinere ethnische Minderheiten, unter anderem die Ijaw, Kanuri, Ibibio, Tiv und Umon.

Foto: Andrew Moore/www.flickr.com/Creative Commons

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31 Mrz 2017

Text: Corinna

April ist der Genocide Awareness and Prevention Month – in diesem Monat soll die Aufmerksamkeit für das Thema Völkermord und dessen Prävention gesteigert werden.

Aber warum ausgerechnet der April? Traurigerweise häufen sich die Jahrestage für viele Genozide genau in diesem Monat: Ruanda (06/04/1994), Armenien (24/04/1915), Kambodscha (17/04/1975), Bosnien (04/1992), Darfur (04/2003) sowie die Judendiskriminierung (04/1933), welche im Holocaust mündete.

Armenian Genocide MemorialFoto: z@doune/www.flickr.com/Creative Commons

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13 Mrz 2017

Text: Corinna

#Die Kolonialisierung Kanadas

Die indigenen Völker Kanadas (First Nations, Inuït und Métis) wurden zu Zeiten des europäischen Kolonialismus‘ Opfer eines kulturellen Völkermords.

Foto: Alex Indigo/www.flickr.com/Creative Commons

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27 Feb 2017

Text: Corinna

#Europäische Kolonialisierung

1492 entdeckte Christoph Kolumbus Amerika – oder besser gesagt die Karibik, das amerikanische Festland wurde wenig später „entdeckt“. Jedoch war der nordamerikanische Kontinent keineswegs unbewohnt. Die amerikanischen Ureinwohner, umgangssprachlich auch als Indianer bezeichnet, besiedelten vor mehr als 12.000 Jahren den Kontinent, als die Bewohner Nordostasiens die Beringstraße überquerten.

Foto: Boston Public Library/www.flickr.com/Creative Commons

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12 Feb 2017

Text: Corinna

#Kongo – die Privatkolonie von König Leopold II.

Von 1885 bis 1909 regierte der belgische König Leopold II. den Kongo-Freistaat als Privatkolonie. Er regierte die Kolonie durch extreme Gewalt und Terrorherrschaft, der Schätzungen zufolge zirka 10 Millionen Kongolesen zum Opfer gefallen sind. Diese Taten sind gemeinhin auch unter „Kongogräuel“ bekannt und Leopolds‘ Herrschaft ein Synonym für Ausbeutung und Massenmord.

Foto: Alice Harris [Public domain], via Wikimedia Commons

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30 Jan 2017

Text: Corinna

#Kolonialmacht trifft auf Ureinwohner

Die erste Flotte britischer Strafgefangener erreichte im Januar 1788 unter König Georg III. den australischen Kontinent. Die Briten bezeichneten Australien als „Terra Nullius“ (Niemandsland) und erhoben Anspruch darauf. Jedoch stellte sich schon bald heraus, dass der Kontinent gar nicht unbewohnt war – vor über 60.000 Jahren besiedelten die ersten Menschen den Norden Australiens. Bis zur britischen Invasion im 18. Jh. hatten sich bis zu 500 Aborigines-Stämme mit insgesamt bis zu 750.000 Mitgliedern gebildet. Jeder dieser Stämme hatte seine eigene Sprache und Traditionen.[1]

Foto: CC-Lizenz Wikimedia

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22 Jan 2017

Text: Corinna

#Deutsch-Südwestafrika

1883 kaufte der Handelsmann Adolf Lüderitz Land in Angra Pequena, welches 1884 unter deutschen Schutz gestellt wurde. Die Kolonie Deutsch-Südwestafrika, heute Namibia, entstand.

Deutsch-Südwestafrika                   Foto: „Deutsch-Sudwestafrika“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

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16 Jan 2017

Text: Corinna in Kooperation mit Survival International

#Kultureller Völkermord

Das wissenschaftliche Verständnis von Völkermord beruht zumeist auf dem Holocaust-Modell: Massenmord, Konzentrationslager sowie die sofortige und gewaltsame Zerstörung der Opfergruppe. Doch es gibt auch eine Art von Völkermord, die über Jahrzehnte oder sogar Generationen andauert. Die Rede ist von kulturellem Völkermord. Hierbei werden die Opfer ganz langsam und scheinbar unmerklich ausgelöscht, indem ihre Lebensgrundlage zerstört, die Ausübung ihrer Kultur, Sprache und Religion verboten wird und indem sie der Möglichkeit beraubt werden, sich selbst zu ernähren und zu verwalten.1

Foto: Survival International / verhungernde Aché-Indigene, kurz nachdem sie gefangen genommen und aus dem Wald in das ‚Reservat‘ gebracht wurden, Paraguay 1972

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9 Jan 2017

­­Text: Corinna

#Situation coloniale

In der Wissenschaft, besonders im Bereich der „Genocide studies“, wird intensiv darüber diskutiert, ob die Verbrechen, die im Zuge des Kolonialismus vor allem in Afrika begangen wurden, unter den Begriff des Völkermords fallen. Gezeichnet wurde die „Situation coloniale“ vor allem durch Massaker, Deportationen, Unterdrückung, Zwangsarbeit, Zerstörung des Bodens, der Lebensgrundlage und kultureller sowie sozialer Einrichtungen indigener Völker Afrikas. Die gewaltsamen Verbrechen an den Herero und Nama in Deutsch-Südwestafrika sowie an den Aborigines in Australien und den Ureinwohnern in Nordamerika werden zumeist als Völkermord eingestuft.[1]

Bild: creative commons https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/43/Africa1898.png

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4 Okt 2016

Text: Corinna

#Homosexuelle und die Nazis

Obwohl in der Weimarer Republik homosexuelle Handlungen unter Strafe standen, florierte die homosexuelle Szene in Deutschland. Die gesellschaftliche Akzeptanz gegenüber Schwulen und Lesben stieg, Vereine wurden gegründet, Bars und Clubs eröffnet und Magazine herausgebracht. Die Nazis fanden das dekadent, daher sahen sie sich dazu verpflichtet, das Laster der Homosexualität auszumerzen. Mit der Machtübernahme 1933 begannen sie mit der Verfolgung homosexueller Männer. Hunderte wurden ins Konzentrationslager geschickt, Vereine und Verbände wurden aufgelöst, die Bars und Clubs geschlossen, jegliche schwule Publikationen verboten und die Homosexuellen in den Untergrund gedrängt.

Homosexuelle im Dritten ReichFoto: Ludovic Bertron/www.flickr.com/Creative Commons

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