#Ge·no·zid·blogger e.V.
4 Okt 2016

#Homosexuelle und die Nazis

Obwohl in der Weimarer Republik homosexuelle Handlungen unter Strafe standen, florierte die homosexuelle Szene in Deutschland. Die gesellschaftliche Akzeptanz gegenüber Schwulen und Lesben stieg, Vereine wurden gegründet, Bars und Clubs eröffnet und Magazine herausgebracht. Die Nazis fanden das dekadent, daher sahen sie sich dazu verpflichtet, das Laster der Homosexualität auszumerzen. Mit der Machtübernahme 1933 begannen sie mit der Verfolgung homosexueller Männer. Hunderte wurden ins Konzentrationslager geschickt, Vereine und Verbände wurden aufgelöst, die Bars und Clubs geschlossen, jegliche schwule Publikationen verboten und die Homosexuellen in den Untergrund gedrängt.

Homosexuelle im Dritten ReichFoto: Ludovic Bertron/www.flickr.com/Creative Commons

read more

Interessant? Teilen!Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on LinkedInEmail this to someone
19 Sep 2016

#lebensunwertes Leben

Schon in der Weimarer Republik gab es die Forderung zur Einführung erbbiologischer Personenbögen, die Asylierung von Epileptikern, psychisch Kranker und Krimineller sowie die Sterilisation von „minderwertigem Leben“. Im Dritten Reich wurden Kranke und Menschen mit körperlicher und/oder geistiger Behinderung dann endgültig als „Parasiten am Volkskörper“ angesehen und als „lebensunwertes Leben“ abgestempelt. Unter dem Gesichtspunkt der „Rassenhygiene“ sollten Menschen mit diversen Krankheiten und fehlender sozialer Anpassungsfähigkeit ausgemerzt werden. Die NS-Rassenlehre stützte sich dabei auf den Sozialdarwinismus, welcher sich von Darwins Evolutionstheorie „Survival of the fittest“ – das Überleben der am besten angepassten Individuen – ableitete. Durch die Vernichtung lebensunwerten Lebens wollten die Nazis den natürlichen Ausleseprozess beschleunigen und somit das wahre Herrenvolk mit reiner und gesunder Erbsubstanz hervorbringen.

Behinderte JudenFoto: Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6652471

read more

Interessant? Teilen!Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on LinkedInEmail this to someone
4 Sep 2016

#Diskriminierung und Verfolgung

Die Sinti und Roma, früher auch „Zigeuner“ genannt, haben ihre historisch-geografische Herkunft im indischen Raum und kamen zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert nach Europa, wo sie vorerst freundlich aufgenommen wurden. Die Menschen integrierten sich schnell und viele konvertierten zum Christentum. Ab den 16. Jahrhundert jedoch, begannen die Menschen die Sinti und Roma zu diskriminieren, zu verfolgen, zu enteignen und zu vertreiben. Noch heute wird dieser Minderheit viel Misstrauen und Vorurteile entgegengebracht.

Auch die Nazis machten sich den Grundhass gegen diese Gruppe zu Nutze und verfolgte die Sinti und Roma aus rassistischen Gründen, denn sie gehörten für die sie zu den „Untermenschen“.

Denkmal der ermordeten Sinti & Roma, BerlinDenkmal zur Erinnerung der ermordeten Sinti & Roma, Berlin

read more

Interessant? Teilen!Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on LinkedInEmail this to someone
15 Aug 2016

#Die Vernichtung der europäischen Juden 1941 – 1945

Teil 1 findet ihr hier

#Die Judenvernichtung in…

#Polen

In Polen lebten 1939 so viele Juden wie in keinem anderen europäischen Staat – rund 3,3 Millionen. Alle Juden, die im deutschen Besatzungsgebiet lebten, wurden in Ghettos interniert und später in verschiedene Konzentrationslager deportiert.

Das erste Vernichtungslager auf polnischem Boden errichteten die Nazis in Chelmno. Das Lager war von Anfang Dezember 1941 mit Unterbrechungen bis Januar 1945 in Betrieb. In Chelmno wurden hauptsächlich Juden aus dem Ghetto Lodz getötet. Mit nur drei Gaswagen wurden zirka 300.000 Juden sowie 5.000 Sinti und Roma ermordet.

Krematorium AuschwitzFoto:  Krematorium Auschwitz von Jorge Láscar/www.flickr.com/Creative Commons

read more

Interessant? Teilen!Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on LinkedInEmail this to someone
8 Aug 2016

#Die Vernichtung der europäischen Juden 1941 – 1945

#Judenproblem

Die Vernichtung von sechs Millionen west- und osteuropäischen Juden war ein stetig verlaufender Prozess während des Zweiten Weltkriegs. Einen schriftlichen Vernichtungsbefehl von Adolf Hitler hat es wahrscheinlich nie gegeben, zumindest wurde bis heute keiner gefunden. Vielmehr fiel die Entscheidung zum Massenmord eher schrittweise.

27784990813_1378f8934e_zFoto:  Auschwitz von Rodrigo Paredes/www.flickr.com/Creative Commons

read more

Interessant? Teilen!Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on LinkedInEmail this to someone
24 Jul 2016

#Ghetto Theresienstadt

Im März 1939 erklärte Adolf Hitler das Gebiet der Rest-Tschechei zum Reichsprotektorat Böhmen und Mähren als Bestandteil des Großdeutschen Reichs. Zur Lösung der Judenfrage funktionierten die Nazis im November 1941 die Garnisonstadt Theresienstadt zu einem Sammel- und Durchgangslager um. Dieses Lager sollte vor allem vier Funktionen erfüllen:

# Gestapo-Gefängnis (Kleine Festung)

# Sammel- und Durchgangslager (Große Festung)

# Judenvernichtung

# Vorzeigelager für die NS-Propaganda

Theresienstadt

read more

Interessant? Teilen!Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on LinkedInEmail this to someone
11 Jul 2016

#Modelllager
Das Konzentrationslager Sachsenhausen wurde im Sommer 1936 auf Befehl von Heinrich Himmler in Oranienburg (Brandenburg) erbaut. Entworfen wurde das KZ von dem SS-Architekten Bernhard Kupier und sollte als idealtypisches KZ den Prototyp eines „modernen, vollkommen neuzeitlichen und jederzeit erweiterungsfähigen Konzentrationslagers“ (H. Himmler) darstellen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

read more

Interessant? Teilen!Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on LinkedInEmail this to someone
4 Jul 2016

#Der Holocaust

Der Holocaust gilt als das sogenannte Vorzeigemodell eines Völkermords und wird gerne als Vergleich herangezogen, um die verschiedenen Definitionsmerkmale eines Genozids beurteilen zu können. Auch das „Übereinkommen über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes“ wurde am 09.12.1948 von den Vereinten Nationen unter dem Motto „Never again – Niemals wieder“ als Antwort auf die Judenvernichtung durch die Nazis verabschiedet. Da der Holocaust eine so zentrale und wichtige Stellung in der Genozidforschung einnimmt, werdet ihr hier in den nächsten Wochen verschiedene Beiträge und Berichte rund um dieses Thema finden.

Beginnen möchte ich mit der Verfolgung und Diskriminierung der Juden zwischen 1933 und 1941.

Holocaust Mahnmal BerlinFoto: Thomas Matthias

read more

Interessant? Teilen!Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on LinkedInEmail this to someone
1 Feb 2016

#Stalins Genozid in der Ukraine

Im Winter 1932/33 ließ Josef Stalin die Ukraine planmäßig aushungern, um jegliche Unabhängigkeitsbestrebungen im Keim zu ersticken. Die Ukrainer nennen dieses Ereignis Holodomor – “Tod durch Hunger”.

Der Holodomor ist in vielen Punkten nicht mit dem Holocaust zu vergleichen, dennoch bezeichnete Raphael Lemkin ihn als Genozid. Seiner Auffassung nach sollte nicht die gesamte ukrainische Bevölkerung ausgelöscht werden, sondern „nur“ die intellektuelle, politische und religiöse Elite, die zudem relativ klein und daher leicht zu eliminieren war. So wurden in den 1920er und 30er Jahren viele Lehrer, Schriftsteller, Künstler, Denker, Geistliche und Politiker verhaftet, deportiert oder gleich liquidiert.1

„Das ist nicht einfach ein Fall von Massenmord. Es ist ein Fall von Völkermord, von Zerstörung, nicht nur von Individuen, sondern auch einer Kultur und Nation.“2  Raphael Lemkin

Holodomor           Foto: Holodomor-Denkmal in Kiew von Steve Haslam/www.flickr.com/Creative Commons

read more

Interessant? Teilen!Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on LinkedInEmail this to someone
10 Aug 2015

#Völkermord & internationale Hilfe
Im Juli 1995 attackierte die serbische Armee Srebrenica und tötete unter den Augen der UN etwa 8.000 männliche Muslime. Im ganzen Land fielen rund 250.000 Menschen einer ethnisch motivierten Säuberungskampagne zum Opfer.

In Ruanda wurden 1994 fast 800.000 Tutsi innerhalb von nur 100 Tagen getötet. Beide Länder wurden infolge des Genozids und des Bürgerkriegs zerstört und traumatisiert.

RuandaFoto: configmanager/www.flickr.com/Creative Commons

read more

Interessant? Teilen!Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Share on LinkedInEmail this to someone