#Ge·no·zid·blogger e.V.
13 Mrz 2017

#Die Kolonialisierung Kanadas

Die indigenen Völker Kanadas (First Nations, Inuït und Métis) wurden zu Zeiten des europäischen Kolonialismus‘ Opfer eines kulturellen Völkermords.

Foto: Alex Indigo/www.flickr.com/Creative Commons

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27 Feb 2017

#Europäische Kolonialisierung

1492 entdeckte Christoph Kolumbus Amerika – oder besser gesagt die Karibik, das amerikanische Festland wurde wenig später „entdeckt“. Jedoch war der nordamerikanische Kontinent keineswegs unbewohnt. Die amerikanischen Ureinwohner, umgangssprachlich auch als Indianer bezeichnet, besiedelten vor mehr als 12.000 Jahren den Kontinent, als die Bewohner Nordostasiens die Beringstraße überquerten.

Foto: Boston Public Library/www.flickr.com/Creative Commons

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12 Feb 2017

#Kongo – die Privatkolonie von König Leopold II.

Von 1885 bis 1909 regierte der belgische König Leopold II. den Kongo-Freistaat als Privatkolonie. Er regierte die Kolonie durch extreme Gewalt und Terrorherrschaft, der Schätzungen zufolge zirka 10 Millionen Kongolesen zum Opfer gefallen sind. Diese Taten sind gemeinhin auch unter „Kongogräuel“ bekannt und Leopolds‘ Herrschaft ein Synonym für Ausbeutung und Massenmord.

Foto: Alice Harris [Public domain], via Wikimedia Commons

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30 Jan 2017

#Kolonialmacht trifft auf Ureinwohner

Die erste Flotte britischer Strafgefangener erreichte im Januar 1788 unter König Georg III. den australischen Kontinent. Die Briten bezeichneten Australien als „Terra Nullius“ (Niemandsland) und erhoben Anspruch darauf. Jedoch stellte sich schon bald heraus, dass der Kontinent gar nicht unbewohnt war – vor über 60.000 Jahren besiedelten die ersten Menschen den Norden Australiens. Bis zur britischen Invasion im 18. Jh. hatten sich bis zu 500 Aborigines-Stämme mit insgesamt bis zu 750.000 Mitgliedern gebildet. Jeder dieser Stämme hatte seine eigene Sprache und Traditionen.[1]

Foto: CC-Lizenz Wikimedia

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22 Jan 2017

#Deutsch-Südwestafrika

1883 kaufte der Handelsmann Adolf Lüderitz Land in Angra Pequena, welches 1884 unter deutschen Schutz gestellt wurde. Die Kolonie Deutsch-Südwestafrika, heute Namibia, entstand.

Deutsch-Südwestafrika                   Foto: „Deutsch-Sudwestafrika“. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

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16 Jan 2017

*Dieser Text entstand in Kooperation mit Survival International

#Kultureller Völkermord

Das wissenschaftliche Verständnis von Völkermord beruht zumeist auf dem Holocaust-Modell: Massenmord, Konzentrationslager sowie die sofortige und gewaltsame Zerstörung der Opfergruppe. Doch es gibt auch eine Art von Völkermord, die über Jahrzehnte oder sogar Generationen andauert. Die Rede ist von kulturellem Völkermord. Hierbei werden die Opfer ganz langsam und scheinbar unmerklich ausgelöscht, indem ihre Lebensgrundlage zerstört, die Ausübung ihrer Kultur, Sprache und Religion verboten wird und indem sie der Möglichkeit beraubt werden, sich selbst zu ernähren und zu verwalten.1

Foto: Survival International / verhungernde Aché-Indigene, kurz nachdem sie gefangen genommen und aus dem Wald in das ‚Reservat‘ gebracht wurden, Paraguay 1972

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9 Jan 2017

­­#Situation coloniale

In der Wissenschaft, besonders im Bereich der „Genocide studies“, wird intensiv darüber diskutiert, ob die Verbrechen, die im Zuge des Kolonialismus vor allem in Afrika begangen wurden, unter den Begriff des Völkermords fallen. Gezeichnet wurde die „Situation coloniale“ vor allem durch Massaker, Deportationen, Unterdrückung, Zwangsarbeit, Zerstörung des Bodens, der Lebensgrundlage und kultureller sowie sozialer Einrichtungen indigener Völker Afrikas. Die gewaltsamen Verbrechen an den Herero und Nama in Deutsch-Südwestafrika sowie an den Aborigines in Australien und den Ureinwohnern in Nordamerika werden zumeist als Völkermord eingestuft.[1]

Bild: creative commons https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/43/Africa1898.png

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7 Dez 2015

#Der Begriff „Völkermord“ in der aktuelle Debatte

In den letzten Wochen und Monaten konnte man beobachten, wie der Begriff „Völkermord“ wieder eine stärkere Verwendung im politischen Diskurs erfuhr. Rechtspopulisten und –extremisten warnen davor, dass die Flüchtlingskrise ein „Völkermord an der weißen Rasse“ sei (sog. „White Genocide“).

Daher haben sich Genocide Alert und #Genozidblogger dazu entschieden ein gemeinsames Statement gegen Diskriminierung und Rassismus zu veröffentlichen und gleichzeitig über das Thema Völkermord aufzuklären.

von Corinna Krauß und Matthias Winkler

VölkermordFoto: Tomoaki INABA/www.flickr.com/Creative Commons

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