#Ge·no·zid·blogger e.V.
9 Okt 2018

„Rückkehr nach Lemberg: Über die Ursprünge von Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“ von Philippe Sands

(Original: „East West Street. On the Origins of Genocide and Crimes Against Humanity“)

„Rückkehr nach Lemberg“ ist ein sehr interessantes sowie aufschlussreiches Buch von Philippe Sands, in welchem die Leser*innen zwei Geschichten erzählt bekommen: einmal die persönliche Familiengeschichte von Sands‘ Verwandten vor, während und nach dem Holocaust und zum anderen die Geschichte, wie sich das internationale Recht im Kontext des Völkermords entwickelt hat und unser heutiges Verständnis von Menschenrechte geprägt hat.

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25 Aug 2018

Hier findet ihr eine (unvollständige) Liste mit Büchern zum Thema Völkermord. Die Liste wird regelmäßig ergänzt und wenn ihr selbst Buchtipps habt, dann sendet diese doch an kontakt@genozidblogger.de. Bücher mit einem * gibt es derzeit nur auf Englisch.

#Fachbücher

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9 Aug 2018

Text: Corinna

#Sri Lanka

In Sri Lanka wütete fast drei Jahrzehnte lang ein brutaler Konflikt zwischen der Regierung Sri Lankas und den Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE). Die letzte Phase des Krieges, welcher offiziell am 19.05.2009 mit dem Sieg der Regierung über die LTTE endete, war besonders brutal, und es stellt sich die Frage: Konstituieren die begangenen Verbrechen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder sogar Völkermord?

Foto: Michael Theis/www.flickr.com/Creative Commons

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5 Jun 2018

#Völkermordprävention: Massenverbrechen verhindern

Schwere Menschenrechtsverletzungen und Massenverbrechen müssen frühzeitig erkannt und verhindert werden.

Genocide Alert hat daher ein Strategiepapier für Parlamentarier erstellt, zugeschnitten auf spezifische Ausschüsse und Tätigkeitsfelder. Das Policy Paper nennt  27 konkrete Handlungsvorschläge zur Prävention von Massenverbrechen: http://www.genocide-alert.de/wp-content/uploads/2018/04/GA-Policy-Paper-Handlungsleitfaden-f%C3%BCr-Parlamentarier-zur-Pr%C3%A4vention-von-Massenverbrechen.pdf

Berlin Völkermord

31 Mai 2018

#Völkermordprävention: Massenverbrechen verhindern

Was können die internationale Staatengemeinschaft, einzelne Staaten und (Nicht-)Regierungsorganisationen tun, um Völkermord in Risikostaaten zu verhindern?

Das Auschwitz Institute for Peace and Reconciliation hat, basierend auf dieser Frage, ein Strategiepapier von Dr. Deborah Mayersen mit zehn praktischen und wissenschaftlich basierten Maßnahmen zur Völkermordprävention veröffentlicht: http://www.auschwitzinstitute.org/wp-content/uploads/2016/01/AIPR-Brief-Building-Resilience-to-Genocide.pdf (in english).

22 Mai 2018

Gastbeitrag von Lea

#Der andere deutsche Völkermord

Kürzlich habe ich von der Kommentarfunktion unter einem Zeitungsartikel bei Facebook Gebrauch gemacht. Dies habe ich sehr schnell bereut, als die Sprache auf den Völkermord an den Herero und Nama kam. Mir antwortete jemand, es habe keinen Völkermord an den Herero und Nama gegeben – die Deutschen hätten nicht die Intention gehabt, die ethnischen Gruppen der Herero und Nama auszulöschen und dazu sei es weiterhin auch nicht gekommen. Dies entspringt einem abstrusen historischen Verständnis. Verschiedene inhaltliche Aspekte, über die ich gerne schreiben möchte, spiegeln sich im Ansatz jedoch in der Aussage des Kommentators wider.

Foto: „Surviving Herero c1907“ von Unbekannt – Galerie Bassenge. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons

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6 Mai 2018

Text: Corinna

#Der Begriff „Rasse“ im Gesetz

„Jeder hat Anspruch auf alle in dieser Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten, ohne irgendeinen Unterschied, etwa nach Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand.“ Artikel 2 Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

„In dieser Konvention bedeutet Völkermord eine der folgenden Handlungen, die in der Absicht begangen wird, eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören: […]“ Artikel 2 Übereinkommen über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes

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12 Feb 2018

Text: Corinna

#Völkermord an den Rohingya

Seit Ende August 2017 begeht das myanmarische Militär Gewalttaten an der ethnischen Minderheit der Rohingya. Die UN und USA bezeichnen diese als „Ethnische Säuberung“ (lest hier, warum wir bei #Genozidblogger diesen Begriff nicht mehr verwenden möchten). Auslöser dafür war ein koordinierter Angriff durch eine bewaffnete Gruppe aufständischer Rohingya, die sich selbst die „Arakan Rohingya Salvation Army“ (ARSA) nennt. Mehr dazu lest ihr in unserem Artikel „Myanmar – Völkermord an den Rohingya“.

Rohingya Frauen mit Kopftüchern und Kinder stehen anFoto: Tasnim News Agency [CC BY 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0) via Wikimedia Commons

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25 Okt 2017

Text: Corinna

#Wer sind die Rohingya?

Die Rohingya sind eine muslimische Minderheit in Myanmar, die hauptsächlich im nördlichen Rakhine-Staat, an der Grenze zu Bangladesch, lebt. Die Rohingya werden schon seit Jahrzehnten systematisch per Gesetz diskriminiert und von der buddhistischen Bevölkerung des Landes gehasst. Das 1982 eingeführte Staatsangehörigkeitsgesetz erkennt die Rohingya nicht als Staatsbürger an, obwohl sie schon seit Generationen in Myanmar leben. Sie gelten somit als staatenlos und werden infolgedessen immer wieder in ihren grundlegendsten Menschenrechten beschnitten. Ihnen werden ihre Identität und eine Heimat verwehrt, sie haben kein Recht zu studieren, zu arbeiten, zu reisen, zu heiraten oder ihre Religion auszuüben. Sie erhalten keine Ausweisdokumente und können daher nirgendwo eine Staatsbürgerschaft oder den Flüchtlingsstatus beantragen. Aufgrund ihrer Situation werden sie häufig ausgenutzt und misshandelt.

Foto: Jordi Bernabeu Farrús/www.flickr.com/Creative Commons

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11 Okt 2017

Text: Pia

#Critical Whiteness und das Ende des Rassismus?

Critical Whiteness – zu deutsch „kritische Weißseinsforschung“ – ist in Deutschland (im Gegensatz zu den USA und Großbritannien) ein relativ junger akademischer Forschungszweig. Er betrachtet Rassismus aus der historischen und derzeitigen Perspektive der Weißen und nimmt sie in die Verantwortung.

Anmerkung: Ich benutze die Begriffe „Weiß“ oder „Schwarz“ nicht in Bezug auf Hautfarben als tatsächliche Farbadjektive (denn objektiv sind Weiße genauso wenig weiß wie Schwarze schwarz sind), sondern als Bezeichnung eines Konstrukts von Identität, zugeschriebener Zugehörigkeit und Selbstbezeichnung. Um dies deutlich zu machen, schreibe ich die Begriffe groß und kursiv.

Foto: Luigi Morante/www.flickr.com/Creative Commons

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