#Ge·no·zid·blogger e.V.
31 Jul 2016

Text: Corinna

In den letzten Monaten habe ich euch ja schon einige Bücher und Filme zu dem Thema Holocaust vorgestellt. Hier noch einmal eine kurze Übersicht, falls ihr noch etwas zum Zeitvertreib sucht.

#Bücher

Bücher Holocaust

#Die Nacht von Elie Wiesel

“Die Nacht“ zählt zu den einflussreichsten Werken der Holocaustliteratur und war eines der ersten seiner Art.

# Die Suche von Eric Heuvel, Ruud van der Rol & Lies Schippers

Der Comic “Die Suche” erzählt in sehr schönen und farbigen Zeichnungen die fiktionale Geschichte von Esther Hecht, die ihre Familie im Holocaust verloren hat und nun, viele Jahre später, nach Antworten sucht.

#Bystanders, Rescuers or Perpetrators? The Neutral Countries and the Shoah von der International Holocaust Remembrance Alliance

Beschäftigt man sich mit dem Holocaust, so liegt der Fokus meist vor allem auf Nazideutschland, die besetzten Gebiete, Länder die mit Hitler kooperierten oder den Alliierten. Doch auch die neutralen Staaten wie z.B. die Schweiz, Portugal, Schweden, Spanien, die Türkei und Argentinien spielten eine wichtige Rolle für das (Nicht)Überleben der europäischen Juden und es stellt sich die Frage: Waren sie Zuschauer, Helfer oder Täter?

# Killing Sites – Research and Remembrance von der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA)

Denkt man an den Holocaust, so denkt man auch unweigerlich an Auschwitz, Buchenwald, Mauthausen und andere Konzentrationslager. Was den wenigsten jedoch bewusst ist, ist das zirka zwei Millionen Juden nicht in Vernichtungslagern sondern vor allem in Osteuropa auf sogenannten „Killing Sites“ umgebracht wurden. Sie wurden massenweise erschossen – in Wäldern, Dörfern, Straßen und auf Feldern. Deutsche Soldaten und ihre Verbündeten eliminierten ganze Dörfer innerhalb von nur wenigen Tagen oder manchmal auch nur Stunden. Doch diese „Killing Sites“ sind noch heute größtenteils unbekannt.

# Der Tod ist mein Beruf (La mort est mon métier) von Robert Merle

Das Buch „Der Tod ist mein Beruf“ von Robert Merle erschien 1957 erstmals in Deutschland und beschreibt das fiktionalisierte Leben des Nationalsozialisten Rudolf Höß, der als Lagerkommandant von Auschwitz für den Tod von ca. 1,5 Millionen Menschen verantwortlich ist.

#Irmina von Barbara Yelin

Der Comic „Irmina“ handelt nicht von den Opfern der NS-Zeit, sondern von den Mittätern. Während des Lesens stellt man sich immer wieder die Fragen: An welcher Stelle hat sich Irmina falsch entschieden? Was wurde aus der jungen selbstbestimmten Frau? Wie konnte die weltoffene Irmina zum Nazi werden? Und vor allem fragt man sich: Wie hätte ich gehandelt? Hätte ich auch nur zugesehen? Darf ich mir überhaupt ein Urteil erlauben?

#Anne Frank – Die letzten sieben Monate: Augenzeuginnen berichten von Willy Lindwer

In dem Buch „Anne Frank: Die letzten sieben Monate“ kommen Hannah E. Pick-Goslar, Janny Brandes-Brilleslijper, Rachel van Amerongen-Frankfoorder, Bloeme Evers-Emden, Lenie de Jong-van Narden und Ronnie Goldstein-van Cleef zu Wort und erzählen von ihren Verbindungen zur Familie Frank.

#Maus von Art Spiegelman

„Maus“ ist ein must-read für alle Comic-Fans und für jeden, der etwas über den Holocaust erfahren will. Art Spiegelman erzählt in ergreifend schönen Bildern die Geschichte seiner Eltern, die den Holocaust inklusive Auschwitz und diverse Todesmärsche überlebt haben.

#Adressat Unbekannt von Kathrine Kressmann Taylor

„Adressat Unbekannt“ wurde erstmals 1938 im „Story Magazine“ in New York veröffentlicht. Das Büchlein ist nur ca. 50 Seiten dick und erzählt eine fiktive Geschichte über den Briefwechsel zweier Freunde in Zeiten des Nationalsozialismus, welche auf einigen tatsächlich geschriebenen Briefen basiert.

#Das Tagebuch der Anne Frank

Das Buch gibt uns einen Einblick in das Leben der acht untergetauchten Juden Anne, Margot, Edith und Otto Frank, Auguste, Hermann und Peter van Pels und Fritz Pfeffer; sowie in die Gefühls- und Gedankenwelt eines Mädchens, dass auf Grund ihrer Religion zum Tode verurteilt wurde.

#Filme

Filme Holocaust#Der große Diktator von Charlie Chaplin

„Der große Diktator“ von Charlie Chaplin ist eine Satire auf Adolf Hitler und den deutschen Nationalsozialismus. Der Film hatte seine Uraufführung im Oktober 1940 – seit einem Jahr herrschte Krieg und Juden wurden massiv verfolgt, aber ihre systematische Tötung hatte noch nicht begonnen.

#Im Labyrinth des Schweigens von Giulio Ricciarelli

„Im Labyrinth des Schweigens“ ist der etwas andere Auschwitz-Film, denn der mitreißende Spielfilm beschäftigt sich mit dem Frankfurter Auschwitzprozess (1963- 1965) – einer der wichtigsten Strafprozesse der deutschen Geschichte und zugleich Wendepunkt in der Aufarbeitung des Holocaust.

# Son of Saul von László Nemes

In dem oscarprämierten Filmdebüt des ungarischen Filmregisseurs László Nemes erhält man einen grauenhaften Einblick in die Tötungsmaschinerie von Auschwitz.

# Hotel Terminus – Zeit und Leben des Klaus Barbie von Marcel Ophüls
Der 1988 veröffentlichte und oscarprämierte Film „Hotel Terminus“ von Marcel Ophüls handelt von dem NS Kriegsverbrechers Klaus Barbie, dem „Schlächter von Lyon“.

# Schindlers Liste von Steven Spielberg

Das dreistündige Holocaust-Epos „Schindlers Liste“ von Steven Spielberg haben vermutlich die meisten schon gesehen. Wer nicht, sollte dies umgehend nachholen. Der Film wurde nicht umsonst mit sieben Oscars und drei Golden Globes ausgezeichnet. Spielberg schafft es, das Leid der Opfer einzufangen und die Grausamkeit des Völkermords glaubhaft darzustellen.

# Der Pianist von Roman Polanski

„Der Pianist“ basiert auf der Autobiographie des polnischen Pianisten und Komponisten Wladyslaw Szpilman. Das Meisterwerk wurde unter anderem ausgezeichnet mit drei Oscars, einer Goldenen Palme, sieben Césars‘ und acht mal mit dem polnischen Filmpreis.

#Das Leben ist schön (La vita è bella) von Roberto Benigni

„Das Leben ist schön“ ist eine italienische Tragikomödie von Roberto Benigni. Der Film handelt von einer märchenhaften Liebesgeschichte und dem Schrecken des Zweiten Weltkriegs zugleich.

#Der Junge im gestreiften Pyjama von Mark Herman

Der Junge im gestreiften Pyjama“ ist ein schönes und zugleich bedrückendes Drama. Es fesselt den Zuschauer und regt zum nachdenken an. Der Film, der auf dem gleichnamigen Buch von John Boyne basiert, erzählt die Grausamkeiten des Holocaust aus den Augen eines Kindes.

 

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