#Ge·no·zid·blogger e.V.
9 Aug 2018

Text: Corinna

#Sri Lanka

In Sri Lanka wütete fast drei Jahrzehnte lang ein brutaler Konflikt zwischen der Regierung Sri Lankas und den Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE). Die letzte Phase des Krieges, welcher offiziell am 19.05.2009 mit dem Sieg der Regierung über die LTTE endete, war besonders brutal, und es stellt sich die Frage: Konstituieren die begangenen Verbrechen Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder sogar Völkermord?

Foto: Michael Theis/www.flickr.com/Creative Commons

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22 Mai 2018

Text: Lea

#Der andere deutsche Völkermord

Kürzlich habe ich von der Kommentarfunktion unter einem Zeitungsartikel bei Facebook Gebrauch gemacht. Dies habe ich sehr schnell bereut, als die Sprache auf den Völkermord an den Herero und Nama kam. Mir antwortete jemand, es habe keinen Völkermord an den Herero und Nama gegeben – die Deutschen hätten nicht die Intention gehabt, die ethnischen Gruppen der Herero und Nama auszulöschen und dazu sei es weiterhin auch nicht gekommen. Dies entspringt einem abstrusen historischen Verständnis. Verschiedene inhaltliche Aspekte, über die ich gerne schreiben möchte, spiegeln sich im Ansatz jedoch in der Aussage des Kommentators wider.

Foto: „Surviving Herero c1907“ von Unbekannt – Galerie Bassenge. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons

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12 Feb 2018

Text: Corinna

#Völkermord an den Rohingya

Seit Ende August 2017 begeht das myanmarische Militär Gewalttaten an der ethnischen Minderheit der Rohingya. Die UN und USA bezeichnen diese als „Ethnische Säuberung“ (lest hier, warum wir bei #Genozidblogger diesen Begriff nicht mehr verwenden möchten). Auslöser dafür war ein koordinierter Angriff durch eine bewaffnete Gruppe aufständischer Rohingya, die sich selbst die „Arakan Rohingya Salvation Army“ (ARSA) nennt. Mehr dazu lest ihr in unserem Artikel „Myanmar – Völkermord an den Rohingya“.

Rohingya Frauen mit Kopftüchern und Kinder stehen anFoto: Tasnim News Agency [CC BY 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/4.0) via Wikimedia Commons

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25 Okt 2017

Text: Corinna

#Wer sind die Rohingya?

Die Rohingya sind eine muslimische Minderheit in Myanmar, die hauptsächlich im nördlichen Rakhine-Staat, an der Grenze zu Bangladesch, lebt. Die Rohingya werden schon seit Jahrzehnten systematisch per Gesetz diskriminiert und von der buddhistischen Bevölkerung des Landes gehasst. Das 1982 eingeführte Staatsangehörigkeitsgesetz erkennt die Rohingya nicht als Staatsbürger an, obwohl sie schon seit Generationen in Myanmar leben. Sie gelten somit als staatenlos und werden infolgedessen immer wieder in ihren grundlegendsten Menschenrechten beschnitten. Ihnen werden ihre Identität und eine Heimat verwehrt, sie haben kein Recht zu studieren, zu arbeiten, zu reisen, zu heiraten oder ihre Religion auszuüben. Sie erhalten keine Ausweisdokumente und können daher nirgendwo eine Staatsbürgerschaft oder den Flüchtlingsstatus beantragen. Aufgrund ihrer Situation werden sie häufig ausgenutzt und misshandelt.

Foto: Jordi Bernabeu Farrús/www.flickr.com/Creative Commons

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29 Mai 2017

Text: Corinna

#Nigeria

Nigeria, ein Bundesstaat in Westafrika, ist mit über 180 Millionen Einwohnern ein Land voller kultureller und religiöser Vielfalt: es werden 514 verschiedene Sprachen und Dialekte gesprochen, neben dem Islam und dem Christentum finden sich hier zahlreiche westafrikanische Religionen, zudem treffen hunderte verschiedene Ethnien in Nigeria aufeinander, was nicht selten zu Konflikten führt. Die größten und politisch einflussreichsten Völker sind die im Norden lebenden Hausa und Fulbe (beide muslimisch), zusammen machen sie 29% der Bevölkerung aus. Mit 21% folgen die Yoruba im Südwesten und die Igbo mit 18% im Süden (beide christlich). Dazu gesellen sich bis zu 400 kleinere ethnische Minderheiten, unter anderem die Ijaw, Kanuri, Ibibio, Tiv und Umon.

Foto: Andrew Moore/www.flickr.com/Creative Commons

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31 Mrz 2017

Text: Corinna

April ist der Genocide Awareness and Prevention Month – in diesem Monat soll die Aufmerksamkeit für das Thema Völkermord und dessen Prävention gesteigert werden.

Aber warum ausgerechnet der April? Traurigerweise häufen sich die Jahrestage für viele Genozide genau in diesem Monat: Ruanda (06/04/1994), Armenien (24/04/1915), Kambodscha (17/04/1975), Bosnien (04/1992), Darfur (04/2003) sowie die Judendiskriminierung (04/1933), welche im Holocaust mündete.

Armenian Genocide MemorialFoto: z@doune/www.flickr.com/Creative Commons

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13 Mrz 2017

Text: Corinna

#Die Kolonialisierung Kanadas

Die indigenen Völker Kanadas (First Nations, Inuït und Métis) wurden zu Zeiten des europäischen Kolonialismus‘ Opfer eines kulturellen Völkermords.

Foto: Alex Indigo/www.flickr.com/Creative Commons

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27 Feb 2017

Text: Corinna

#Europäische Kolonialisierung

1492 entdeckte Christoph Kolumbus Amerika – oder besser gesagt die Karibik, das amerikanische Festland wurde wenig später „entdeckt“. Jedoch war der nordamerikanische Kontinent keineswegs unbewohnt. Die amerikanischen Ureinwohner, umgangssprachlich auch als Indianer bezeichnet, besiedelten vor mehr als 12.000 Jahren den Kontinent, als die Bewohner Nordostasiens die Beringstraße überquerten.

Foto: Boston Public Library/www.flickr.com/Creative Commons

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12 Feb 2017

Text: Corinna

#Kongo – die Privatkolonie von König Leopold II.

Von 1885 bis 1909 regierte der belgische König Leopold II. den Kongo-Freistaat als Privatkolonie. Er regierte die Kolonie durch extreme Gewalt und Terrorherrschaft, der Schätzungen zufolge zirka 10 Millionen Kongolesen zum Opfer gefallen sind. Diese Taten sind gemeinhin auch unter „Kongogräuel“ bekannt und Leopolds‘ Herrschaft ein Synonym für Ausbeutung und Massenmord.

Foto: Alice Harris [Public domain], via Wikimedia Commons

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30 Jan 2017

Text: Corinna

#Kolonialmacht trifft auf Ureinwohner

Die erste Flotte britischer Strafgefangener erreichte im Januar 1788 unter König Georg III. den australischen Kontinent. Die Briten bezeichneten Australien als „Terra Nullius“ (Niemandsland) und erhoben Anspruch darauf. Jedoch stellte sich schon bald heraus, dass der Kontinent gar nicht unbewohnt war – vor über 60.000 Jahren besiedelten die ersten Menschen den Norden Australiens. Bis zur britischen Invasion im 18. Jh. hatten sich bis zu 500 Aborigines-Stämme mit insgesamt bis zu 750.000 Mitgliedern gebildet. Jeder dieser Stämme hatte seine eigene Sprache und Traditionen.[1]

Foto: CC-Lizenz Wikimedia

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