#Ge·no·zid·blogger e.V.
12 Dez 2016

Text: Corinna

# Darfur – Der vergessene Krieg (2009) von Uwe Boll

Seit nunmehr 13 Jahren tobt in der Darfur-Region ein blutiger Kampf zwischen zwei Rebellengruppen und der Regierung. Unterstützt wird die sudanesische Regierung von arabischen Nomaden (Janjaweed) mit denen die afrikanischen Bauern seit jeher im Konflikt liegen. Die Regierung stattete die Janjaweed 2003 mit Waffen aus und befahl ihnen, die Bauern zu töten und alle Überlebenden vom Land zu vertreiben, um die Kontrolle über das Land und die Ressourcen der Region zu erlangen. Seitdem begehen sie unmenschliche Verbrechen an der Zivilbevölkerung.

darfurFoto: creative commons

#Inhalt

Eine Gruppe amerikanische Journalisten befindet sich unter dem Schutz der Afrikanischen Union (AU) im Darfur, um die täglichen Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren. Gerade als sie fertig sind die Dorfbewohner von Nabagaia zu interviewen, entdecken sie einen Konvoi der Janjaweed, der sich genau auf das Dorf zubewegt. Nun stehen sie vor der Entscheidung ihres Lebens: schnell abhauen und die Augen verschliessen oder das eigene Leben riskieren und den Menschen im Dorf beistehen?

Zunächst bleiben die Reporter und hoffen auf eine friedliche Lösung. Unter der Führung des AU-Kommandanten Jack Tobamke wollen sie mit den Janjaweed diskutieren, aber diese lassen sich nicht darauf ein. Sie geben den Amerikanern zehn Minuten um aus dem Dorf zu verschwinden. Als daraufhin einer der Reporter noch einmal versucht an die Menschlichkeit zu appellieren, erschiesst der Anführer der Janjaweed einen Jungen vor ihren Augen. Panisch begeben sich die Journalisten zu ihrem Wagen und verlassen das Dorf, kurz darauf beginnt das Massaker.

Um ein Zeichen zu setzen, entschliessen sich zwei der Reporter, Theo Schwartz und Freddie Smith, sowie der AU-Kommandant Jack Tobamke in das Dorf zurückzukehren und den Menschen zu helfen. Sie kämpfen gegen die Monster der Janjaweed, werden bei diesem Vorgehen aber selbst auf bestialische Weise umgebracht. Als auch die letzten Dorfbewohner tot sind, setzen die Täter es in Brand und ziehen weiter. Ein Film ohne Happy End.

#Fazit

Was diesen Film so grauenhaft macht, ist das Wissen, dass dieses schreckliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit noch heute stattfindet, denn der Völkermord in Darfur wurde noch nicht beendet. „Darfur – der vergessene Krieg“ ist ein Film voller drastischer Bilder im Dokumentarstil. Einige der Schauspieler bzw. Laiendarsteller waren tatsächlich in dem Konflikt involviert und wurden Opfer der Janjaweed. Man erträgt es kaum sich diesen Film anzuschauen, da er so viel Wahrheit beinhaltet.

Kommentare sind geschlossen.

FacebooktwitterInstagram