#Ge·no·zid·blogger e.V.
17 Okt 2016

Text: Corinna

#Das Haus der Lerchen von Paolo und Vittorio Taviani (2007)

„Das Haus der Lerchen“ (La Masseria Delle Allodole) ist eine internationale Koproduktion zwischen Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Bulgarien. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Antonia Arslan und wurde 2007 auf der Berlinale uraufgeführt. In „Das Haus der Lerchen“ wird der armenische Völkermord thematisiert und bedient sich hierfür der Geschichte der armenischen Familie Avakian.

das-haus-der-lerchenFoto: creative commons

#Inhalt

Aram Avakian (Tchéky Karyo) ist armenischer Großgrundbesitzer im Osmanischen Reich, sein Bruder Assadour Avakian (Mariano Rigillo) lebt als Arzt in Italien. Nach dem Tod des Vaters planen die beiden Brüder ein Wiedersehen im Osmanischen Reich, doch aufgrund der angespannten politischen Lage und dem damit verbundenen ersten Weltkrieg wird aus diesem Vorhaben nichts.

Im April 1915 beginnen die Jungtürken mit den ersten Massakern an der christlich-armenischen Minderheit, aber Aram und seine Familie will die Gefahr nicht wahrhaben. Sie ziehen sich auf ihren Landsitz, genannt „Haus der Lerchen“, zurück und hoffen dort Schutz zu finden. Doch die Familie wird verraten und türkische Soldaten veranstalten ein blutiges Gemetzel an den Männern und Jungen auf dem Landsitz. Die Frauen und Mädchen lassen sie überleben, um sie anschliessend auf einen Todesmarsch in die syrische Wüste zu schicken. Dabei verliebt sich Arams Tochter Nunik (Paz Vega) in den türkischen Soldaten Youssuf (Moritz Bleibtreu) – eine tragische Liebesgeschichte, denn obwohl Youssuf Nunik retten möchte muss er sie aus Liebe töten.

#Fazit

Mit „Das Haus der Lerchen“ leisten die italienischen Regisseure Vittorio und Paolo Taviani einen wichtigen Beitrag zur armenischen Erinnerungskultur und schufen ein tiefschwarzes Melodram. Ein Film voller eindringlicher Bilder, die den Zuschauer noch lange nach dem Ende verfolgen, aber nur so kann man das Vergessen der Tragödie verhindern.

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