#Ge·no·zid·blogger e.V.
10 Okt 2016

Text: Corinna

# Nebel im August

Im Dritten Reich wurden Kranke und Menschen mit körperlicher und/oder geistiger Behinderung als „Parasiten am Volkskörper“ angesehen und als „lebensunwertes Leben“ abgestempelt. Unter dem Gesichtspunkt der „Rassenhygiene“ sollten Menschen mit diversen Krankheiten und fehlender sozialer Anpassungsfähigkeit ausgemerzt werden, um das wahre Herrenvolk mit reiner und gesunder Erbsubstanz hervorbringen. Mehr als 275.000 Menschen, darunter viele Kinder, fielen dem „Euthanasie“-Programm der Nazis zum Opfer.

#Inhalt

Das Drama „Nebel im August“ basiert auf einer wahren Begebenheit und erzählt die Geschichte des 13-jährigen Ernst Lossa. Ernst ist Sohn fahrender Händler und Halbwaise, ein aufgeweckter aber unangepasster Junge. Die Kinder- und Erziehungsheime haben ihn als „nicht erziehbar“ eingestuft und schieben ihn schließlich wegen seiner rebellischen Art in eine Nervenheilanstalt ab. Nach kurzer Zeit bemerkt er, dass dort systematisch Kinder getötet werden. Er setzt sich zur Wehr und versucht seinen Mitgefangenen zu helfen, doch auch er wird schlussendlich zum Opfer der Nazis.

#Fazit

„Nebel im August“ läuft seit dem 29. September 2016 im Kino und ist ein Plädoyer für die Vielfalt des Lebens. Es ist ein ergreifender Film gegen das Vergessen und gibt den Opfern endlich Namen und Gesichter. Absolut sehenswert!

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